Verweilstube von Edith
Copyright by Edith H.

Spaß, Gedanken in vier Zeilen


Wenn die Amsel ihr Morgenliedchen singt,
ich mich frag, was dieser Tag wohl wieder bringt
ich mir meine Äuglein reib
und nun diese Zeilen schreib. :kichern:

Das geifernde Auge emsig späht
ob sich nicht doch jemand verrät
doch alles Gift dieser Welt
durch Wahrheit zu Staub zerfällt.

Das kleine Häufchen Unglück saß am Wegesrand
wollte gehen ins Nichtmehrseinland
doch wurde es müde vom langem Suchen
macht Rast jetzt unter Buchen.

Wer in anderen sieht
was im Eigenem geschieht
wird niemals froh
das ist mal so.

Es wird sich verrennen
der bestimmt mein ich zu kennen
falsche Schlüsse
sind wie taube Nüsse

Welch Stein da wohl wieder im Wege liegt
schaut aus als ob er Tonnen wiegt
kann es denn nicht mal ohne Steine sein
dann wäre das Leben doch so fein

Die Suche nach dem Sinn
ist manchmal ein Gewinn
doch wie oft sucht man nur das Schwere
leider findet man dann die Leere

Ein Auge glotzt durch ein Loch:
ich darf es zwar nicht, mach es aber doch
da bohrt sich plötzlich ein Finger in ihm rein
wie war das Auge auf einmal klein

Guten Tag Herr Krause
laden sie mich ein zu einer Jause?
Sicher nicht Frau Pleck
geb nichts ab von meinem Speck.

Erklimmt man einen hohen Berg
erscheint einem jeder Riese im Tal wie ein Zwerg
doch sitz man in einer Grube
dünkt man sich in Regenwurms Stube

Ob die Ahnung einem betrügt
das Wissen einem belügt
wer kann das schon sagen
man muß es mit Fassung tragen

Die Leber wird hart wie Stein
trinkt man in Übermaße Wein
doch auch Bier und Schaps nicht ist empfehlendswert
weil sie sich auch da gern erhärt


Auch das Klo will sauber sein
muß man doch täglich rein
wer es hält nicht peinlichst sauber
wird belegt mit nem Kackezauber

Ich heut dauernd nießen muss
die Nase sagt, jetzt ist mal Schluss
Doch das Niesen will nicht hören
will die Nase weiter stören.

Nicht jedem Toten gebührt die Ehr
und gut zu sprechen fällt dann schwer
denn hat Verbrechen er begangen
wünscht man ihn in Teufels Zangen.

Hat die Klotür man dir gestohlen
mußt du sie schnell wiederholen.
Denn schaut man dir beim Geschäften zu,
fehlt dir dabei der Arbeit Ruh.

Ein Kamel
geht einsam durch ein Nadelöhr
und denkt
verdammt, ist das schwör.

Ein Nadelöhr
sich sehr wundert
und denkt
Kamele gingen durch schon hundert.

Ein Hund kam in die Küche
und legte dort ein Ei
der Koch erschnupperte Fremdgerüche
und verfiel in irres Geschrei

Es war einmal ein fettes Schwein
das behauptete, es wär so rein
doch wälzt es seinen gewaltig Speck
mit Vorliebe im Hühnerdreck

Ein Tag, der durch die Zeit so purzelt
hat ein neues Jahr verwurzelt
staunend in den Fluß man blickt
und über die Strudel arg erschrickt

Wenn einen Stein du willst erweichen
so mußt du ihn erst mal erreichen
denn sie hüpfen manchmal weg
und bespritzen dich mit Dreck

Zu einem kleffenden Wadelbeißer
sagt der Riese, was willst du kleiner Scheißer
doch der kläfft noch immerzu
durch einen Riesenschritt ist nun Ruh.

Klein Lilo hüpft auf einem Bein
grunzt dabei wie ein Schwein
der Pauli versucht es auch
landet jedoch unsanft auf seinem Bauch

Es schwelt und keimt der Schalk in mir
so hoffend es gefällt auch Dir
nicht der Genius ist`s der mich beseelt
dazu mir an Talent es fehlt

Ein Büblein steht am Wegesrand
und hält ein Blümlein in der Hand
da kommt eine Ziege angerannt
und frißt das Blümlein ihm aus der Hand.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Unicorn, 19.07.2017 um 04:41 (UTC):
wunderschöne Reime,liebe Edith
mit Humor und viel Sinn



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